Sie befinden sich hier:


14Jul2011

Cache me if you can

Damit hätten Tabea und Christa Kiefer nun wirklich nicht gerechnet. Denn mit Geocaching, einer Art modernen Schatzsuche, hatte die Familie so gar keine Erfahrung, als sie sich in Frankfurt auf die Spuren des Frauenfußballs begab. Dass Familienoberhaupt Peter Wagner am Ende dann sogar den Hauptpreis des Geocachingspiels zur Frauenfußball-WM gewinnt, freut die Fußballfans umso mehr – denn für die Schatzsucher geht es zum Finale.

 |

Sieben Caches haben sie geloggt - so sagt man das zumindest in der Fachsprache - sieben Schätze gefunden. Familie Kiefer-Wagner, die sich zum ersten Mal auf Schatzsuche begab, fand auf ihrer Tour durch die Frankfurter Innenstadt nicht nur alle versteckten Boxen, in denen ein Logbuch verstaut war, sondern bewies beim Beantworten der Fragen auch echten Sachverstand. An der Station Paul und Kerstin galt es zum Beispiel den Namen der ersten Schiedsrichterin herauszufinden. Helga Altvater ist nicht nur Pionierin ihres Fachs, sondern auch die richtige Antwort. Dass wusste die Familie und fand die Box auch dank ihres Namens. Denn hinter Kerstin und Paul verbirgt sich nicht nur der Hinweis auf die Paulskirche, sondern auch auf die Patin des Spiels, die in der nahe gelegenen Stadtkämmerei arbeitet. Nationalspielerin Kerstin Garefrekes ist nämlich nicht nur Frankfurterin, sondern auch begeisterte Geocacherin.

Von der Schatzsuche begeistert ist nun auch Tabea Kiefer. Denn das Endspielwochenende mit der Übernachtung im InterConti Hotel und den Tickets für das Finale sind für die fußballbegeisterte 13-Jährige der Höhepunkt der diesjährigen Weltmeisterschaft. Seit sechs Jahren spielt Tabea selbst Fußball - klar, dass sie die Fußballerinnen bei der Heim-WM auch im Stadion anfeuern wollte. „Für die Spiele in Frankfurt haben wir Tickets bekommen, nur für das Finale wollte es nicht klappen" verrät Tabea und fügt mit strahlenden Augen hinzu: „Dass wir jetzt dabei doch dabei sein können, damit hätte ich nie gerechnet." Zu verdanken hat die Familie das auch ihrem guten Spürsinn. Und wer weiß, vielleicht werden die Fußballfans jetzt auch noch zu begeisterten Geocachern.


14.07.2011 - 13:15 « zur News-Übersicht


|