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16Jun2011

Wo geht's lang Kerstin... auf der Zielgeraden?

Drei Spiele, drei Siege und 12:0 Tore. Trotzdem bleibt Kerstin Garefrekes auf dem Teppich und erzählt in ihrem letzen "Kompass" vor der WM über die Altersunterschiede im Team, die Vorfreude auf das Eröffnungsspiel und über ihr Image in den Medien.

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WM-Stadt Frankfurt: Drei klare Siege in der Vorbereitung gegen ernstzunehmende Gegner: Fußball-Deutschland recht fast schon selbstverständlich mit einer erneuten Titelverteidigung. Kritiker sehen aber noch immer Defizite. Vor allem das Festhalten der Bundestrainerin an den bewährten Spielerinnen sehen viele als problematisch an. Wie schätzt Du das Zusammenspiel der jungen Talente und der "älteren" Spielergeneration ein?

Kerstin Garefrekes: Innerhalb der Mannschaft gibt es überhaupt keine Diskussionen über das Alter der Spielerinnen - auf und neben dem Platz verstehen wir uns sehr gut. Wir können nur als Team erfolgreich sein und für die Weltmeisterschaft benötigen wir jede Spielerin.

WM-Stadt-Frankfurt: Nun sind es nur noch wenige Tage bis zum Anpfiff in Berlin. Noch ein Abschluss-Lehrgang in Neu-Isenburg und das letzte Testspiel gegen Norwegen, und dann zählt es. Wie ist die Stimmung im Team? Steigt die Nervosität? Wie geht ihr mit dem Druck um?

Kerstin Garefrekes: Die Stimmung ist sehr gut und die Vorfreude auf das Eröffnungsspiel wächst mit jedem Tag. Natürlich lässt der Gedanke, dass beim Eröffnungsspiel gegen Kanada rund 75.000 Zuschauer im Stadion sein werden, niemanden kalt und es wird sicherlich auch eine gewisse Anspannung vor dem Spiel vorhanden sein. Aber ich denke, wir werden damit positiv umgehen und den Druck in Energie umwandeln.

WM-Stadt-Frankfurt: Zum Abschluss noch etwas Persönliches: Viele Medien berichten über den "stillen Star" oder das "Anti-Glamour-Girl" Kerstin Garefrekes. Wie gehst Du mit diesem Image um?

Kerstin Garefrekes: Es ist ein Image, das mir momentan von den Medien zugeteilt wird, aber es ist mit Sicherheit nicht ein vollständiges Bild, das von mir vermittelt wird. Ich gehe damit sehr gelassen um, weil ich zum einen gar nicht die Absicht habe, dass die Öffentlichkeit alles über mich wissen muss und zum anderen weil es aus meiner Sicht durchaus schlimmere Kategorien in der Medienwelt gibt.


16.06.2011 - 08:00 « zur News-Übersicht


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