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31Mai2011

Wo geht's lang Kerstin... bis zu den nächsten Testspielen?

Nordkorea war der erwartet schwere Gegner für das deutsche Team. Noch läuft nicht alles rund. Kerstin Garafrekes gibt einen sportlichen Ausblick und berichtet über den beginnden Medienhype rund um die Frauen-Nationalmannschaft.

WM-Stadt Frankfurt: Nordkorea war der erwartet schwere Gegner. Viele Beobachter attestierten dem deutschen Team zwar positive Ansätze, aber vermissten ein erkennbares System und auch die gewohnte Durchschlagskraft. Wie schätzt Du das Spiel im Nachhinein ein? Was muss Deiner Ansicht nach bei den kommenden Spielen gegen Italien und die Niederlande besser werden?

Kerstin Garefrekes: Dass wir in dem ersten Länderspiel noch nicht unser ganzes Potenzial abrufen können, ist für den gegenwärtigen Stand der Vorbereitung zu erwarten gewesen. Dennoch können wir mit dem Spiel und dem Ergebnis im Großen und Ganzen zufrieden sein, weil wir die Trainingsschwerpunkte der letzten Lehrgänge gut umgesetzt haben. Ich denke, wir werden uns jetzt von Spiel zu Spiel steigern und auch im Offensivspiel wieder unsere Stärken voll ausspielen.

WM-Stadt-Frankfurt: Vor kurzem gab Bundestrainerin Sylvia Neid den endgültigen WM-Kader bekannt. Neben Deiner Vereinskollegin Conny Pohlers mussten auch die Weltmeisterinnen von 2007 Anja Mittag und Sonja Fuss die Koffer packen. Für jede einzelne Spielerin, die es erwischt hat, ist dies sicher ganz bitter. Wir geht ihr in der Mannschaft damit um?

Kerstin Garefrekes: Die Vorgehensweise mit einem erweiterten Kader in die Vorbereitung zu starten und daraus den endgültigen Kader auszuwählen, war allen Spielerinnen von Anfang an bekannt. Insbesondere in den letzten Tagen vor der Bekanntgabe des Kaders war sicherlich eine gewisse Anspannung innerhalb des Teams spürbar. Nach der Nominierung ist natürlich jede Spielerin zunächst einmal erleichtert und einfach nur froh, bei diesem außergewöhnlichen Ereignis dabei sein zu dürfen. Den nicht berücksichtigten Spielerinnen kann man eigentlich nur wünschen, dass sie diese Erfahrung schnell verarbeiten können und daraus für die nächste Vorbereitung positive Effekte mitnehmen können.

WM-Stadt-Frankfurt: Rund einen Monat vor dem WM steigt in Deutschland so langsam aber sicher das WM-Fieber. Die Medien beginnen mit ihrer ausführlichen Berichterstattung. Auch in Frankfurt ist dies deutlich zu spüren. Die Stadt plant zudem ja während der drei Wochen eine Fanmeile am Main mit großem kulturellem Rahmenprogramm und ein spektakuläre Eröffnungsshow. Was bekommt Ihr davon mit und wie werden die Aktivitäten der WM-Städte im Team gesehen?

Kerstin Garefrekes: Das zunehmende Interesse der Öffentlichkeit nehmen wir Spielerinnen hautnah wahr: wir haben sehr viele Medien-/ und Sponsorentermine und auch auf der Straße werden wir sehr oft auf die bevorstehende WM angesprochen. Die Aktivitäten in den einzelnen Städten hingegen können wir nur am Rande mitbekommen: durch die intensiven Vorbereitungslehrgänge sind wir nur ganz selten zu Hause. Aber dass die Stadt Frankfurt den Zuschauern ein interessantes und außergewöhnliches Programm bieten wird, hat sich auch schon bis zu uns herumgesprochen.


31.05.2011 - 12:00 « zur News-Übersicht


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